Aus einer E-Mail eines Journalisten an den SuMa-eV:


Vielen Dank für das Suma--Forum [...]

Am Rande der Veranstaltung diskutierten einige Teilnehmer über die Frage, warum Journalisten so schwer zu gewinnen sind für eine kritische Haltung gegenüber dem Quasimonopolisten. Die Antwort ist aus meiner Sicht einfach: Weil mindestens 95 Prozent der Journalisten für ihre Arbeit ausschließlich auf Google zugreifen und dies auch noch laienhaft.

Woher ich das zu wissen glaube? Ich arbeite an Journalisteneinrichtungen wie der Akademie für Publizistik [... usw ... gelöscht ...] - also die Basis journalistischer Arbeit. Dabei kommt dann auch immer die Internetrecherche zur Sprache und eine einfache Abfrage ergibt, daß die genannten 95 Prozent Blogs, Groups, Alerts, RSS--Feeds etc links liegen lassen und selten bis gar nicht über die Google--Startseite hinauskommen.

Für mich leiten sich aus diesem Befund viele Fragen ab, mit zweien davon möchte ich Sie belästigen:

Kann man den meist jungen Kollegen andere bessere Recherchewege über andere Suchmaschinen empfehlen oder kommen wir an Google nicht mehr vorbei?

Wie kann ich dem Nachwuchs die Manipulation durch Google (möglichst einfach) erklären? Deren Gutgläubigkeit und Naivität ist fast unbeschreiblich groß.