"Im Westen nichts Neues?" Möglichkeiten und Grenzen im explodierenden Cyberspace
Abstract:
Betrachtet man die Entwicklung der Suchdienste im Internet, so drängt sich der Eindruck auf, dass in den letzten Jahren dort nichts wesentlich Neues geschehen sei. Dieser Eindruck dürfte zumindest hinsichtlich der technischen Innovationen zur Verbesserung des Retrieval nicht einmal völlig falsch sein: wirklich neue bahnbrechenden Entwicklungen sind vordergründig kaum zu sehen.
Ursache ist auf der einen Seite das weiterhin extreme Wachstum des Netzes, mit dem die Datenbanken der Suchdienste kaum Schritt halten können. Ursache sind aber auch die aufgrund der exponentiell gestiegenen Nutzer-Zahlen enorm gewachsenen täglichen Abfragezahlen an die Suchdienste. Mit den hohen Nutzer-Zahlen bekommt die "kriminelle Komponente" im Internet steigende Bedeutung. Sie zeigt sich u.a. in vielfältigen Attacken auch auf Suchmaschinen.
Technische Innovationen müssen daher zunächst zwangsläufig darauf gerichtet sein, mit den Auswirkungen des im vorigen Absatz beschriebenen Wachstums fertig zu werden. Erst nach dieser funktionalen Absicherung, die erhebliche Resourcen erfordert, aber vordergründig kaum sichtbar ist, bleibt Raum für wirklich neue Entwicklungen im Information-Retrieval. Unter diesen sind in erster Line die Suchmaschine Google (www.google.com), welche mittlerweile weitgehend bekannt sein dürfte, und Simpli (www.simpli.com) zu nennen. Letzterer gelingt ein erster, wenn auch einfacher, Schritt in Richtung eines intelligenten Interfaces: die Rückfrage an den Nutzer bzgl. der Kategorie seiner Suchworte.
Vortragsunterlagen im WWW unter: http://metager.de/dgd2000/